Diagramme, Tabellen und Kurven sind eigentlich nicht besonders sexy. Dennoch verändern sie die Sicht auf das Klima, auf die Wirtschaft und auf die Welt.
Klimabilder
Am Institut für Kunst und Medien der Universität Potsdam erforscht Birgit Schneider die bildliche Darstellungen des Klimas:
„Eigentlich gibt es das Klima ja gar nicht, sondern nur ein Bild, das wir uns davon machen. Eben dieses Bild werde erst durch Grafiken anschaulich.
Nachrichten von Wirbelstürmen, Wüstenbildung und Hochwasser beherrschen die Nachrichten seit die Klimadiskussion immer höhere Wellen schlägt. In den Medien sind die Wetterkatastrophen Einzelphänomene. Erst wenn sie in Grafiken zusammengefasst und veranschaulicht werden, ergibt sich ein Gesamtbild vom weltweiten Klima.
Durch das Bild, die Grafik konnte die Wissenschaft erst erfassbar gemacht werden und hin- und hergereicht / für politische Zwecke nutzbar gemacht werden. Die Entwicklung (Humboldt) der grafischen Darstellung von Klima geht so auch mit der erstmalige staatlichen Unterstützung von Klimaforschung einher.
Hinter der systematischen Forschung zur Geschichte der Bilder stellt sich dann die Frage, welche Bilder die öffentliche Diskussion bestimmen. Denn mit der Veränderung des Klimas werden die wissenschaftlichen Bilder davon eine immer größere Bedeutung gewinnen und die öffentliche Diskussion formen.
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